Was bleibt

Zur Erinnerung an meine Eltern

 


Ach, was sind doch die Gärten,
wo schon der Rasen gemäht,
mit Wegen und mit Fährten,
wo noch der Wille steht,


wo die Blumen gegossen
kurz vor Antritt der Nacht,
wo die Jahre verflossen,
ehe man es gedacht,


wo die Forsythien hörten,
als der Gott sie rief,
und sie den Zeiten folgten
bis in die Träume tief,


wo taufrische Mittagsblumen
öffneten den Blütenkranz,
so sanft und fast unmerklich
mitten im Lichtertanz,


wo der Abend sich neigte,
leise, im Trommelschlag
von fern, in Erwartung dessen,
was wohl noch kommen mag.


Rosen als Lebenszeichen
über das Leben hinaus.
Rosen - : die Jahre weichen
hinter dem alten Haus.


Was bleibt denn von der Liebe
an jenem Weihnachtsbaum?
Sie ist vorbei, vergangen -
wie dieser Nadelbaum.


Ach, was ist doch der Rasen,
der schon vor langem gesät?
Ach, was sind doch die Gärten,
wo schon der Rasen gemäht!